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Durchschnittsalter in Österreich 2026: Daten, Trends & Immobilienmarkt

· immopreis.app Redaktion

Österreich altert – und das hat direkte Folgen für den Immobilienmarkt. Mit einem Durchschnittsalter von 43,8 Jahren (2026) steht das Land vor einem demografischen Wandel, der Nachfrage, Preise und Investitionsstrategien neu definiert. Die Geburtenrate liegt bei 1,31 Kindern pro Frau, die Lebenserwartung übersteigt 85 Jahre – und Migration kompensiert den Trend nur kurzfristig.

Dieser Artikel analysiert aktuelle Daten 2026 nach Bundesland, erklärt die Ursachen und zeigt die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt mit Prognosen bis 2040. Für interaktive Gemeindedaten: Durchschnittsalter nach Gemeinde – Karte & Tabelle.

Durchschnittsalter nach Bundesland 2026

Das bundesweite Durchschnittsalter beträgt 43,8 Jahre (Statistik Austria, 2026). Ländliche Bundesländer altern deutlich schneller als urbane Zentren.

Bundesland Durchschnittsalter 2026 Ggü. 2025 Anteil über 65 J.
Burgenland46,2 Jahre+0,324,1 %
Kärnten45,5 Jahre+0,324,8 %
Steiermark45,1 Jahre+0,423,5 %
Niederösterreich44,5 Jahre+0,221,8 %
Salzburg44,0 Jahre+0,321,3 %
Oberösterreich43,9 Jahre+0,220,9 %
Tirol43,7 Jahre+0,220,2 %
Wien42,9 Jahre+0,119,7 %
Vorarlberg42,8 Jahre+0,118,5 %

Das Gefälle zwischen Stadt und Land ist ausgeprägt: Burgenland und Kärnten liegen über drei Jahre über Wien und Vorarlberg. Seit 2010 ist das Durchschnittsalter um 2,3 Jahre gestiegen (2010: 41,5 J. → 2020: 42,9 J. → 2026: 43,8 J.).

Ursachen der Alterung

Sinkende Geburtenrate

Mit 1,31 Kindern pro Frau wird das Bestandserhaltungsniveau von 2,1 seit den 1970er-Jahren nicht mehr erreicht. Die Folge: weniger junge Bevölkerungsgruppen, sinkende Nachfrage nach Familienwohnungen, wachsende Zahl an Einpersonenhaushalten.

Steigende Lebenserwartung

Frauen leben 2026 durchschnittlich 86,2 Jahre, Männer 82,5 Jahre. Die verlängerte aktive Lebensphase erhöht die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und Pflegeimmobilien direkt.

Migration

Rund 50.000 Personen wandern netto pro Jahr zu – überwiegend im Alter 20 bis 40. Das verlangsamt die Alterung, kehrt sie aber nicht um.

„Ohne Migration würde die Bevölkerung Österreichs ab 2027 schrumpfen. Doch selbst mit Zuwanderung altert die Gesellschaft weiter."

– Statistik Austria

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Nachfrage nach Immobilientypen

Zielgruppe Nachfragetrend 2026 Bevorzugte Immobilientypen
Senioren (65+) +15 % Barrierefreie Wohnungen, Betreutes Wohnen
Einpersonenhaushalte (50–64) +10 % Kleinere Wohnungen (50–70 m²), Stadtlage
Familien (30–49) –5 % Reihenhäuser, 3–4-Zimmer-Wohnungen
Junge Erwachsene (20–29) –8 % WGs, Mietwohnungen in Städten

Investitionstipp: Seniorenimmobilien und barrierefreie Neubauten sind die wachstumsstärksten Segmente bis 2030 – in vielen Regionen Österreichs noch nicht gesättigt.

Preisentwicklung nach Region

Region Preisänderung 2025 → 2026 Haupttreiber Risiko
Wien (Innenbezirke) +3,2 % Hohe Nachfrage, begrenzte Flächen Überhitzung
Salzburg Stadt +2,8 % Tourismus, Zweitwohnsitze Regulierung
Tirol (Kitzbühel) +4,1 % Luxusimmobilien, internationale Käufer Blasenbildung
Ländliche Regionen –1,5 % Abwanderung, Überangebot Leerstand

Investitionstipps 2026/2027

Empfehlenswert: Seniorenresidenzen in Wien, Graz und Linz; barrierefreie Neubauten mit Wohnbauförderung; Gewerbeimmobilien in Wachstumsregionen (z. B. Logistik Niederösterreich).

Mit Vorsicht: Einfamilienhäuser in ländlichen Gebieten (Leerstandrisiko); unsanierte Altbauten (Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden steigt).

Prognosen bis 2040

  • 2030: Durchschnittsalter 44,5 Jahre
  • 2040: 27 % der Bevölkerung über 65 Jahre (heute: 20,5 %)
  • Bevölkerung: +5,5 % auf 9,6 Mio. – ausschließlich durch Migration
  • Seniorenwohnungen: Nachfrage +20 % bis 2030 (Eurostat)
  • Urbanisierung: 70 % der Österreicher in Städten bis 2040 (heute: 65 %)

„Wer heute in Seniorenimmobilien investiert, sichert sich langfristig stabile Mieteinnahmen. Der Markt ist noch nicht gesättigt."

– Dr. Anna Berger, Immobilienexpertin (WKO)

Fazit

Der demografische Wandel schafft im österreichischen Immobilienmarkt klare Gewinner und Verlierer. Städtische Lagen und seniorengerechter Wohnraum profitieren, ländliche Regionen mit Abwanderung geraten unter Druck. Wer die Altersstruktur seiner Zielregion kennt, trifft bessere Investitionsentscheidungen.

Chancen: Seniorenwohnungen, barrierefreie Neubauten, ESG-konforme Immobilien

Risiken: Leerstand in schrumpfenden ländlichen Gemeinden, Überhitzung in Toplagen

Für die Analyse einzelner Gemeinden: Interaktive Karte Durchschnittsalter Österreich – Daten für alle 2.083 Gemeinden (Stand 1.1.2025, Statistik Austria).

FAQ

Wie hoch ist das Durchschnittsalter in Österreich 2026?

43,8 Jahre – ein Anstieg von 0,3 Jahren gegenüber 2025. Burgenland (46,2 J.) und Kärnten (45,5 J.) liegen deutlich über Wien (42,9 J.) und Vorarlberg (42,8 J.).

Wie wirkt sich das steigende Durchschnittsalter auf Immobilienpreise aus?

In Städten stützt die Alterung die Preise durch Nachfrage nach kleineren, barrierefreien Wohnungen. In ländlichen Abwanderungsregionen entstehen Überangebot und Leerstand, was die Preise belastet.

Wo lohnt sich der Immobilienkauf 2026?

Stabile Regionen: Wien (Innenbezirke), Graz, Linz. Aktuelle Preise: Hauspreise Österreich und Grundstückspreise Österreich.

Wo finde ich aktuelle Daten zur Altersstruktur?

Statistik Austria und Eurostat für nationale Daten. Für Gemeinde-Ebene: Durchschnittsalter-Karte auf immopreis.app.

Quelle: Statistik Austria, Eurostat. Zahlen und Prognosen basieren auf verfügbaren Daten — für aktuelle Gemeindedaten siehe Durchschnittsalter nach Gemeinde.