Mietrichtwerte Österreich

Richtwerte nach § 5 RichtWG — gültig ab 1. April 2026 — alle 9 Bundesländer

8,02 €
Ø der 9 Richtwerte (ungewichtet)
€/m² Hauptmietzins
6,15 €
Niedrigster Richtwert
Burgenland
10,35 €
Höchster Richtwert
Vorarlberg

Richtwert je Bundesland

< 7 € 7–8 € 8–9 € 9–10 € > 10 €
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Alle Bundesländer

ab 1. April 2026
Bundesland Richtwert
Vorarlberg 10,35 €/m²
Salzburg 9,31 €/m²
Steiermark 9,30 €/m²
Tirol 8,22 €/m²
Kärnten 7,89 €/m²
Oberösterreich 7,30 €/m²
Niederösterreich 6,92 €/m²
Wien 6,74 €/m²
Burgenland 6,15 €/m²
Richtwert je m² Nutzfläche und Monat, ohne Betriebskosten, Zuschläge und Abstriche. Quelle: Statistik Austria, Valorisierung nach RichtWG und MRG (ab 1.4.2026) (Veröffentlichung gemäß § 5 Abs. 2 RichtWG, erstellt 31.03.2026, abgerufen 31.10.2026). Vorperiode 1.4.2023–31.3.2026: BGBl. II Nr. 81/2023, Werte laut derselben Veröffentlichung.

Richtwert je Bundesland mit Rechenbeispiel

Rechenbeispiel für 70 m² Nutzfläche: nur Richtwert × Fläche, ohne Zuschläge, Abstriche und Betriebskosten. Die zulässige Miete einer konkreten Wohnung kann davon abweichen (§ 16 Abs. 2 bis 4 MRG).

Was ist der Richtwert?

Der Richtwert ist der gesetzlich festgelegte Betrag je Quadratmeter Nutzfläche und Monat (§ 5 Richtwertgesetz). Jedes Bundesland hat einen eigenen Richtwert. Er ist die Ausgangsbasis für den höchstzulässigen Hauptmietzins nach § 16 Abs. 2 MRG.

Vereinfacht: Höchstzulässiger Hauptmietzins = Richtwert + Zuschläge − Abstriche (bei Befristung −25 %)

Für welche Wohnungen gilt der Richtwert?

Für Wohnungen der Ausstattungskategorien A, B oder C im Vollanwendungsbereich des MRG (§ 16 Abs. 2 MRG), laut Statistik Austria in der Regel für Altbauwohnungen mit Mietverträgen ab dem 1. März 1994. Nur teilweise unter das MRG fallen unter anderem Wohnungen in Gebäuden, die ohne öffentliche Mittel auf Grund einer nach dem 30. Juni 1953 erteilten Baubewilligung neu errichtet wurden, und Eigentumswohnungen in Gebäuden mit Baubewilligung nach dem 8. Mai 1945 (§ 1 Abs. 4 MRG). Liegt ein Ausnahmefall des § 16 Abs. 1 Z 1–5 MRG vor, darf statt des Richtwertmietzinses bis zum angemessenen Hauptmietzins vereinbart werden – etwa für Mietgegenstände, die nicht Wohnzwecken dienen (Z 1); für Mietgegenstände in Gebäuden, die auf Grund einer nach dem 8. Mai 1945 erteilten Baubewilligung neu errichtet wurden, oder die auf Grund einer solchen Baubewilligung durch Um-, Auf-, Ein- oder Zubau (z. B. Dachgeschossausbau) neu geschaffen wurden (Z 2); in Gebäuden, an deren Erhaltung aus Gründen des Denkmalschutzes öffentliches Interesse besteht, wenn der Vermieter nach dem 8. Mai 1945 erhebliche Eigenmittel für die Erhaltung aufgewendet hat (Z 3); für Wohnungen der Kategorie A oder B über 130 m², wenn sie binnen sechs Monaten nach Räumung an jemanden vermietet werden, der nicht in die Mietrechte des früheren Mieters eintreten darf (bei Verbesserungsarbeiten verlängert sich die Frist um ein Jahr) (Z 4); sowie bei einem unbefristeten Mietverhältnis, wenn die Vereinbarung über die Höhe des Hauptmietzinses erst mehr als ein Jahr nach Übergabe schriftlich getroffen wird (Z 5).

Zuschläge und Abstriche: was das Gesetz regelt

Umstand Regel laut Gesetz Norm
Lage und Ausstattung der Wohnung Zuschläge oder Abstriche für Zweckbestimmung, Stockwerkslage, Balkon, Terrasse, Keller, Hausgarten, Abstellplatz und sonstige Ausstattung oder Grundrissgestaltung, im Vergleich zur mietrechtlichen Normwohnung § 16 Abs. 2 Z 1 MRG
Anlagen des Gebäudes Zuschläge für die in § 3 Abs. 4 RichtWG genannten Anlagen, Garagen, Flächen und Räume, begrenzt mit den bei der Richtwertermittlung abgezogenen Baukostenanteilen § 16 Abs. 2 Z 2 MRG
Lage (Wohnumgebung) Für die Lage sind Zuschläge und Abstriche möglich, jeweils höchstens 0,33 vH der Differenz der Grundkostenanteile je m² Nutzfläche (§ 16 Abs. 3 MRG). Ein Lagezuschlag ist nur zulässig, wenn die Liegenschaft eine Lage aufweist, die besser ist als die durchschnittliche Lage (§ 2 Abs. 3 RichtWG), und die dafür maßgebenden Umstände dem Mieter in Schriftform bis spätestens bei Zustandekommen des Mietvertrages ausdrücklich bekanntgegeben wurden (§ 16 Abs. 4 MRG). § 16 Abs. 2 Z 3 iVm Abs. 3 und 4 MRG
Erhaltungszustand des Hauses Zuschläge oder Abstriche nach dem Zustand bei Vertragsabschluss § 16 Abs. 2 Z 4 MRG
Kategorie B oder C Abstriche für die gegenüber der Normwohnung niedrigere Ausstattungskategorie § 16 Abs. 2 Z 5 MRG
Befristeter Hauptmietvertrag Der höchstzulässige Hauptmietzins vermindert sich um 25 % § 16 Abs. 7 MRG
Außer dem Befristungsabschlag und der Obergrenze für den Lagezuschlag nennt das Gesetz keine festen Prozentsätze; Zuschläge und Abstriche richten sich nach der allgemeinen Verkehrsauffassung und der Erfahrung des täglichen Lebens (§ 16 Abs. 2 MRG). Quelle: Mietrechtsgesetz im RIS, Stand 31.10.2026.

Kategoriebeträge (§ 15a MRG)

ab 1. April 2026
Ausstattungskategorie ab 1. April 2026
Kategorie A 4,51 €/m²
Kategorie B 3,38 €/m²
Kategorie C 2,25 €/m²
Kategorie D 1,13 €/m²
Je m² Nutzfläche und Monat. Quelle: Statistik Austria, Veröffentlichung gemäß § 16 Abs. 6 MRG (erstellt 31.03.2026, abgerufen 31.10.2026). Vorperiode: BGBl. II Nr. 170/2023.

Wann wird der Richtwert angepasst?

Mit dem 5. Mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetz (5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025) wurde § 5 Abs. 2 RichtWG neu gefasst: Die Richtwerte ändern sich am 1. April 2026 und danach jährlich am 1. April im Ausmaß der durchschnittlichen Veränderung des Verbraucherpreisindex 2010 im vorangegangenen Jahr.

  • 1. April 2026: Erhöhung höchstens 1 % (Statistik Austria: „1,00 % gedeckelt“)
  • 1. April 2027: Erhöhung höchstens 2 %
  • ab 1. April 2028: Der Teil der Inflation über 3 % zählt nur zur Hälfte
  • Die neuen Beträge werden auf ganze Cent gerundet und von Statistik Austria veröffentlicht

Die auf dieser Seite angezeigten Werte gelten ab 1. April 2026; die nächste Veröffentlichung kündigt Statistik Austria für den 1. April 2027 an. Quelle: Statistik Austria – Richtwerte und Kategoriebeträge (Wortlaut § 5 Abs. 2 RichtWG in der Veröffentlichung vom 31.03.2026), abgerufen 31.10.2026.

Häufige Fragen zum Richtwert

Was ist der Richtwert in der Miete?

Der Richtwert ist der in § 5 RichtWG für jedes Bundesland festgelegte Betrag je Quadratmeter Nutzfläche und Monat. Von ihm ausgehend wird nach § 16 Abs. 2 MRG der höchstzulässige Hauptmietzins berechnet: Richtwert plus Zuschläge und minus Abstriche für Abweichungen von der mietrechtlichen Normwohnung. Bei befristeten Hauptmietverträgen vermindert sich der Höchstbetrag um 25 % (§ 16 Abs. 7 MRG).

Für welche Wohnungen gilt der Richtwert?

Der Richtwertmietzins gilt für Wohnungen der Ausstattungskategorien A, B oder C im Vollanwendungsbereich des MRG (§ 16 Abs. 2 MRG); laut Statistik Austria in der Regel für Altbauwohnungen mit Mietverträgen ab dem 1. März 1994. Nur teilweise unter das MRG fallen unter anderem Wohnungen in Gebäuden, die ohne öffentliche Mittel auf Grund einer nach dem 30. Juni 1953 erteilten Baubewilligung neu errichtet wurden, und Eigentumswohnungen in Gebäuden mit Baubewilligung nach dem 8. Mai 1945 (§ 1 Abs. 4 MRG). Liegt ein Ausnahmefall des § 16 Abs. 1 Z 1–5 MRG vor, darf statt des Richtwertmietzinses bis zum angemessenen Hauptmietzins vereinbart werden – etwa für Mietgegenstände, die nicht Wohnzwecken dienen (Z 1); für Mietgegenstände in Gebäuden, die auf Grund einer nach dem 8. Mai 1945 erteilten Baubewilligung neu errichtet wurden, oder die auf Grund einer solchen Baubewilligung durch Um-, Auf-, Ein- oder Zubau (z. B. Dachgeschossausbau) neu geschaffen wurden (Z 2); in Gebäuden, an deren Erhaltung aus Gründen des Denkmalschutzes öffentliches Interesse besteht, wenn der Vermieter nach dem 8. Mai 1945 erhebliche Eigenmittel für die Erhaltung aufgewendet hat (Z 3); für Wohnungen der Kategorie A oder B über 130 m², wenn sie binnen sechs Monaten nach Räumung an jemanden vermietet werden, der nicht in die Mietrechte des früheren Mieters eintreten darf (bei Verbesserungsarbeiten verlängert sich die Frist um ein Jahr) (Z 4); sowie bei einem unbefristeten Mietverhältnis, wenn die Vereinbarung über die Höhe des Hauptmietzinses erst mehr als ein Jahr nach Übergabe schriftlich getroffen wird (Z 5). Für ältere Mietverträge gilt je nach Ausstattung der Kategoriemietzins.

Wann wird der Richtwert angepasst?

Seit dem 5. Mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetz (5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025) ändern sich die Richtwerte am 1. April 2026 und danach jährlich am 1. April im Ausmaß der durchschnittlichen Veränderung des Verbraucherpreisindex 2010 im Vorjahr (§ 5 Abs. 2 RichtWG). Die Erhöhung ist am 1. April 2026 mit 1 % und am 1. April 2027 mit 2 % begrenzt. Ab 1. April 2028 zählt eine Inflation über 3 % nur zur Hälfte.

Wer veröffentlicht die Richtwerte?

Seit der Anpassung zum 1. April 2026 veröffentlicht die Bundesanstalt Statistik Österreich (Statistik Austria) die geänderten Richtwerte auf ihrer Website (§ 5 Abs. 2 RichtWG). Bis 31. März 2026 hat die Bundesministerin für Justiz die Werte im Bundesgesetzblatt kundgemacht, zuletzt mit BGBl. II Nr. 81/2023. Die nächste Veröffentlichung kündigt Statistik Austria für den 1. April 2027 an.

Was sind Kategoriebeträge?

Kategoriebeträge (§ 15a Abs. 3 MRG) sind feste Beträge je Quadratmeter Nutzfläche und Monat für die Ausstattungskategorien A bis D. Sie sind vor allem für ältere Mietverträge maßgeblich (Kategoriemietzins). Ab 1. April 2026 betragen sie laut Statistik Austria: Kategorie A 4,51 €, B 3,38 €, C 2,25 € und D 1,13 €.

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